Mittwoch, 30. April 2014

[Rezension] Kerstin Pflieger - Die Alchemie der Unsterblichkeit


Am letzten Tag des Monats April wollte ich noch schnell eine Rezension schreiben. Eigentlich hatte ich vor, 4 Bücher diesen Monat zu lesen. Heute bin ich aber erst mit diesem fertig geworden und so sind es diesen Monat leider nur drei. Vielleicht kann ich nächsten Monat erfolgreicher sein. 

"Die Alchemie der Unsterblichkeit" ist mal wieder ein etwas anderer Roman, einer von der Sorte, wie ich sie eher selten lese, aber zwischendurch doch mal sehr genieße.

Zum Inhalt: Anno Domini 1771: Icherios Ceihn ist ein junger Gelehrter aus Karlsruhe und wird von einem Geheimbund in den Schwarzwald geschickt, um dort eine Mordserie aufzuklären. In dem Dorf, in dem diese Morde passieren, trifft er auf alle möglichen Wesen, die er mit seiner wissenschaftlichen Einstellung nicht erklären kann: Irrlichter, Worge, Vampire, Werwölfe... Icherios beginnt, die grausamen Morde aufzudecken und stellt fest, dass der Mörder irgendwo unter ihnen sein muss...

Meine Meinung: "Die Alchemie der Unsterblichkeit" ist ein spannender Genre-Mix für zwischendurch. Historischer Roman, Fantasy, Horror und Krimi werden hier vereint. Die Theorien sind interessant und nachvollziehbar, die Mischung aus Tatsachen und fantastischen Elementen wirkt glaubhaft und die Erklärungen für diverse Wesen, die Icherios aus Karlsruhe so nicht kannte, sind nachvollziehbar. 
Wie in einem Krimi, werden viele Fragen aufgeworfen und nach und nach aufgeklärt. Pflieger versteht es, Spannung aufzubauen, sodass man gerne weiter liest. 
Offen bleiben allerdings einige Fragen zu Icherios und seiner Vergangenheit, doch ich bin mir sicher, dass diese in der Fortsetzung "Der Krähenturm" beantwortet werden. 
Das einzige, was ich bei dieser Ausgabe (1. Auflage) zu bemäkeln habe, sind die Komma- und Tippfehler. Ganz oft fehlten Kommata und ab und zu habe ich auch mal Tippfehler gesehen, was ich bei einem großen Verlag, dessen Romane doch durch zig Hände gehen, nicht wirklich nachvollziehen kann. Geschweige denn, warum Menschen, die keine perfekte Rechtschreibung beherrschen, im Lektorat oder Korrektorat arbeiten. Bezeichnet mich als kleinlich, aber bei sowas bin ich wirklich empfindlich. :/

Fazit: Nichtsdestotrotz hat mir das Lesen sehr viel Spaß bereitet und ich freue mich schon auf die Fortsetzung "Der Krähenturm". :)

4 Sterne! 




  

Montag, 21. April 2014

Interessantes Gewinnspiel bei "Claudias Bücherregal" !

Heute möchte ich euch ein interessantes Gewinnspiel vorstellen, da ich dieses Buch selber mal erwähnt habe.

Es geht um 


"Die verlorene Zeit" von Michelle Ross
(klickt auf das Bild, um zu Claudias Gewinnspiel zu gelangen!)

Erwähnt habe ich das Buch in meinem Post "Wenn ich mir Bücher nur nach dem Cover aussuchen würde..."
Ich finde es wirklich ungemein ansprechend. :)
Als sie den Dachboden in ihrem Elternhaus aufräumt, macht die junge Amerikanerin Dinah einen unglaublichen Fund: Ihre Urgroßmutter soll Anfang des 
20. Jahrhunderts in England als Mörderin hingerichtet worden sein! Ihr Vater, der politische Ambitionen hat, möchte diese Entdeckung am liebsten ganz schnell wieder vergessen und Dinah daran hindern, weitere Nachforschungen anzustellen. 
Gegen den Willen ihrer Eltern macht sie sich auf nach Cornwall, um das Rätsel um die Vorfahrin zu lösen, und kommt einem ungeheuren Skandal auf die Spur!

Ich wünsche allen, die teilnehmen, viel Glück! :D

Freitag, 18. April 2014

Neue Rubrik: Zitatesammlung

Ich habe eine kleine Zitatesammlung angelegt, die immer wieder mal erweitert wird.

Die, die ihr momentan dort finden könnt, sind aus Büchern, die ich gelesen habe. Es kann aber sein, dass demnächst auch Zitate hinzu kommen werden, die ich im Internet gefunden habe und von denen ich die Werke nicht kenne.

Damit es etwas ansprechender aussieht, habe ich die Zitate in Photoshop auf ein paar kitschige Bilder gebannt. :)

Die neusten Zitate sollen in Zukunft einzeln gepostet werden. Einige haben es ja auch wirklich verdient, beachtet zu werden, oder?

Viel Spaß beim Stöbern!

[Rezension] William Golding - Herr der Fliegen


Obwohl der Roman "Herr der Fliegen" ja schon so etwas wie ein Klassiker und William Golding ein Nobelpreisträger ist, muss ich zugeben, dass ich bis vor ein paar Wochen nichts über diesen Roman wusste.

"Herr der Fliegen" ist eine Mischung aus Robinsonade, Kulturkritik und auch ein wenig Dystopie.

Zum Inhalt: Eine Gruppe von englischen Schülern wird wegen eines Krieges evakuiert. Jedoch stürzt das Flugzeug ab und die Kinder landen auf einer einsamen Insel. Von Anfang an herrscht eine Rivalität zwischen zwei Gruppen der Kinder: Dem "Chor" einer Eliteschule, die Jack als Anführer hat und der restlichen Gruppe, die Ralph zum Anführer gewählt hat. Vor allem Ralph versucht eine gewisse Ordnung in das Leben auf der Insel ohne Erwachsene zu bringen, wohingegen Jack nur auf Spaß und einer fast sadistischen Jagd auf Schweine aus ist. Als unter den Kindern das Gerücht aufkommt, dass auf der Insel ein gefährliches Monster lebt, spaltet sich die Gruppe der Kinder immer deutlicher in die der "Jäger" von Jack, zu dem immer mehr übertreten und in die "demokratische", ordentliche Gruppe von Ralph...

Der Roman "Herr der Fliegen" thematisiert mehrere "Probleme" des Menschen und Golding macht sich dabei mehrerer Symbole zunutze.
Das herausstechende Thema ist wohl das Böse im Menschen, das früher oder später, selbst beim vermeintlich unschuldigem Kinde, ans Tageslicht tritt. Die Frage, die ich mir hierbei aber gestellt habe: Will Golding deutlich machen, dass Kinder ohne die Erwachsenen böse Wesen sind (oder wären) oder dass Menschen ohne ihre Sozialisation, ohne ihr Gerüst von Regeln und Gesetzen böse sind, egal ob groß oder klein? Jedenfalls wird hier deutlich Kritik am Menschen und der menschlichen Kultur geübt.

Die aggressive Jägergruppe im Roman ist ein Sinnbild für totalitäre und diktatorische Herrschafts- und Politiksysteme, denen sich die Schwächeren kritiklos anschließen und derer Grausamkeiten von ihnen meisten geduldet werden.
Der "Herr der Fliegen" ist eine andere Bezeichnung für den Teufel. Im Roman ist dieser als Symbol zu finden, als aufgespießter Schweinekopf, der voller Fliegen ist. Der Herr der Fliegen ist das Monster, vor dem die Kinder Angst haben, der Schweinekopf eine Opfergabe um dieses zu besänftigen. Im Grunde genommen ist das Tier, vor dem sich die Kinder fürchten, in den Kindern selber: Der böse Teil in ihnen, der gewaltbereit und grausam ist.

Meine Meinung: Wie man meinem letzten Post entnehmen kann, war ich ziemlich froh, als ich das Buch nach viel zu langer Zeit ausgelesen hatte. Ich bin viel zu lange zwischen den Seiten herum gestolpert und kann nicht mal direkt sagen, warum. Was ich jedoch sagen kann, ist, dass der Stil, ich weiß nicht ob es an der Übersetzung liegt oder ob das Original auch so merkwürdig ist, überhaupt nicht mein Fall war. Ich fand den Roman nicht flüssig geschrieben und oftmals traf ich auf Redewendungen und Ausdrücke, die ich so noch nie gehört oder gelesen habe und dabei habe ich doch schon einiges gelesen. Ich glaube also nicht, dass es daran liegen kann, dass der Roman schon etwas älter ist. Teilweise waren die Dialoge auch ganz merkwürdig, so merkwürdig, dass ich manchmal dachte, ich habe es wirklich mit einem Übersetzungsfehler zu tun.
Die Geschichte an sich fand ich gut, wenn auch manchmal etwas grausam. Sie hat mich beschäftigt und nachdem ich das Buch ausgelesen hatte, träumte ich sogar davon, war mitten im Geschehen, musste mich vor den Feinden im Dschungel verstecken und hatte eine solche Angst wie Ralph auf den letzten Seiten. Auch wenn mich die Geschichte sehr bewegt hat, war ich nicht ganz zufrieden mit ihr. Ich hätte mir mehr Erklärungen um das Drumherum gewünscht: Was für ein Krieg hat dort stattgefunden, dass die Jungen evakuiert werden mussten? Wie sah ihr voriges Leben in etwa aus? Auch tiefere Beziehungen und Charakterentwicklungen der Jungen habe ich vermisst. 
Das Ende war vorhersehbar und überraschend zugleich, abrupt und ein Ende des Typs "Deus ex machina", was ich eigentlich gar nicht gerne mag.

Fazit: Der Roman "Herr der Fliegen" ist ein bewegender Fingerzeig auf das Böse im Menschen und seiner Kultur, auf den Krieg und auf Totalitäre Regimes, der wohl zum Standardprogramm eines jeden Lesers gehören sollte.

(Die Sterne-Wertung lasse ich heute mal aus, da ich wirklich keine Ahnung habe, wie ich das Buch im Endeffekt bewerten soll.)


Montag, 14. April 2014

Kleine Leseflaute


Der Herr der Fliegen und ich, wir werden irgendwie nicht richtig warm miteinander. 
Mit dem Lesen geht es nur sehr langsam voran, etwas weniger als 100 Seiten habe ich noch vor mir, was ja wirklich nicht viel ist, aber mir bringt das Lesen gar keinen richtigen Spaß. Ich lese es nur zu Ende, um des zu-Ende-Lesens Willen, denn ich hasse es, Bücher abzubrechen. 
Schuld daran, dass das Lesen so unspaßig ist, ist wohl einerseits die Geschichte an sich, in die ich mich kaum hinein fühlen kann und andererseits der Schreibstil, den ich teilweise wirklich merkwürdig finde. Ich stoße beim Lesen auf sinnfreie Dialoge und merkwürdige Redewendungen, die ich so noch nie gelesen oder gehört habe, was ich als störend empfinde. Mich würde nur noch interessieren, ob es an der Übersetzung liegt und eine andere Übersetzung möglicherweise schöner zu lesen wäre, oder ob das Original auch so einen seltsamen Stil beinhaltet. 
Abschließend kann ich sagen: Ich bin sehr froh, wenn ich dieses Buch zu Ende gelesen habe und kann es kaum erwarten, ein anderes, neues anzufangen!

Freitag, 4. April 2014

[Rezension] Benjamin Lebert - Kannst du


"Zwei Leute sitzen nebeneinander im Kinosaal. Sie kennen sich nicht, sie haben nichts miteinander zu tun. Doch beide können sich mit einer bestimmten Figur des Filmes, den sie gerade ansehen, identifizieren. Würden die beiden jeweils mit mindestens drei Paketen beladen in einer Deutsche-Post-Filiale in der Schlange stehen, würden sie sich höchstwahrscheinlich anmaulen, gegenseitig fertig machen und empört denken: Es gibt schon schlimme Menschen auf dieser Welt!, nur um dann am Abend wieder, jeder für sich, ins Kino zu gehen oder ein Buch aufzuschlagen und voller Begeisterung bei zwei ganz ähnlich beschaffenen Figuren oder gar bei ein und derselben Figur zu denken: Das bin ich!"

Benjamin Lebert ist den meisten (so auch mir) bekannt durch seinen verfilmten autobiografischen Roman "Crazy". Ich habe das Buch damals im Deutschunterricht lesen müssen und wie vielen anderen ist mir vor allem die Szene im Kopf hängen geblieben, in der die Jungs auf einen Keks onanieren.

Ich wollte schon immer mal was neues von ihm lesen, sehen wie sich sein Stil entwickelt hat und heraus finden, über was für Themen er so schreibt. Auf meinem Wunschzettel hatte ich lange seinen Roman "Der Vogel ist ein Rabe" stehen. Nun fiel mir aber sein Roman "Kannst du" in die Hände, von dem ich bis dahin noch nichts gehört hatte und las ihn jetzt in ein paar Tagen durch.

Zum Inhalt:  Tim und Tanja lernen sich in Berlin kennen und haben eine zwanglose Affäre miteinander. Weil ihr eine Freundin abgesagt hat, fragt Tanja Tim, ob er sie auf eine Rucksackreise nach Skandinavien begleiten will. Tim sagt zu und auf ihrer Reise erlebt der Leser eine Berg- und Talfahrt durch kleine Erlebnisse und vor allem durch die Welt der Gefühle.

Eine interessante Geschichte. Sie ist leserlich geschrieben und spannend aufgebaut. Es werden viele Informationen und Tatsachen eingestreut: So erfährt man zum Beispiel, dass sich Tims Bruder das Leben genommen hat, dass Tanja ihren Vater nicht einmal als einen Menschen bezeichnen würde, dass ihre Mutter sie ständig dazu nötigt, ihren Lebenslauf mit Auslandsaufenthalten und Praktika aufzupimpen, dass Tim einmal eine Affäre mit einer Russin hatte und sie ihm sagte, dass sie schwanger von ihm ist, dass Tim gerne zu Prostituierten ging und geht, dass Tanja einen an der Waffel zu haben scheint und so weiter und so fort.
Am Ende des Lesens stand ich jedoch mit diesem Haufen an Informationen alleine gelassen da. Nichts klärte sich auf. Die ganze Geschichte schien ziellos ins Leere zu laufen. 
Ich las lauter Sachen, von denen ich dachte, dass sie bedeutungsschwanger seien und am Ende zu einem großen Ganzen führen würden. Taten sie aber nicht. Während des Lesens dachte ich mir oft: "Tolle Idee, das wird bestimmt so und so enden! Der und der hat bestimmt damit was zu tun!" Die Geschichte endete aber leider ziemlich abgehackt. Hatte Benjamin Lebert keine Lust mehr, ein vernünftiges Ende zu konstruieren? Hatte er keine Zeit mehr, da er eine Deadline einhalten musste?
Zu Gute halten muss ich dem Buch jedoch den Stil, der mir sehr gefiel und die beiläufigen Vergleiche, Zitate und Verweise auf Größen aus Kunst und Kultur. Sowas lese ich immer ganz gerne, vor allem wenn es passt und nicht geklugscheißert wirkt, was bei Lebert überhaupt nicht der Fall war.
Doch was war das jetzt für ein Roman? Was war das Ziel dessen? Was war die Aussage?
Da hätte ich wirklich gerne eine Antwort drauf.

Fazit: Guter Anfang, gute Ideen, lockerer und jugendlicher Stil und irgendwie poetisch, aber insgesamt ein Buch, das im Nichts endet.

3 Sterne!



Donnerstag, 3. April 2014

Neuzugänge: reBuy die Zweite!



Da ich bei meiner letzten reBuy-Bestellung einen Gutscheincode (3 Euro) auf der Rechnung fand, konnte ich nicht widerstehen, mir (und meiner Mutter) ein paar Bücher zu bestellen. Denn mit den 3 Euros habe ich fast schon das Porto von 3,99 gespart.

Bestellt habe ich mir den zweiten Teil der "Der Dunkle Turm"-Reihe von Stephen King namens "Drei".

Außerdem Thomas Manns "Buddenbrooks". Ich kannte die Geschichte bisher nur als Verfilmung (die alte und die neue) und dachte, dass man diesen Wälzer doch gelesen haben sollte. Vor allem, da ich die Filme liebe!

"Drop City" von T.C. Boyle wollte ich schon ewig haben!
 Amazons Kurzbeschreibung: 
"Boyles grandiose Geschichte einer Hippie-Kommune, die von Kalifornien nach Alaska zieht, mit allen berechenbaren und unberechenbaren Folgen. "Drop City" ist der Roman einer naiven und idealistischen Generation, die das Lebensgefühl von vielen von Grund auf verändert und bis auf den heutigen Tag geprägt hat. Satirisch, realistisch, skurril."

"Das Wunschspiel" von Patrick Redmond habe ich entdeckt, als ich auch "Die Geheime Geschichte" von Donna Tartt bei Amazon in den Lieblingslisten fand.
Amazons Kurzbeschreibung:
"Jonathan ist ein einsames Kind. In dem englischen Knabeninternat Kirkston Abbey fühlt er sich unglücklich, denn seine Klassenkameraden hänseln ihn wegen seiner einfachen Herkunft. Auch einzelne Lehrer finden, dass er an der exklusiven Schule nichts zu suchen hat; man schreibt das Jahr 1954, und die englische Oberschicht verteidigt unerbittlich ihre Privilegien. Nur allzu oft ist Jonathan Zielscheibe von Spott und Hohn – bis zu jenem Vormittag, als sein Mitschüler Richard ihm in der Lateinstunde aus der Patsche hilft. Richard ist auch ein einsames Kind, doch im Gegensatz zu Jonathan sondert er sich bewusst von den anderen ab. Seine Altersgenossen bewundern ihn dafür, wirkt er doch stark und unabhängig. Nichts scheint ihn anzufechten, auch nicht das Internatssystem, das nach menschenverachtenden Gesetzen funktioniert und für viele die Hölle auf Erden bedeutet. Jonathan fühlt sich von Richards Interesse geschmeichelt, und die beiden werden unzertrennlich. Richard zeigt Jonathan, wie er sich gegen den Psychoterror der anderen wehren kann. Wie ein Ertrinkender greift Jonathan nach der rettenden Hand. Er vertraut sich Richard an und beginnt, dessen Spiel mitzuspielen. Er ist glücklich über diesen Freund – auch wenn ihn manchmal das seltsame Licht in dessen Augen ängstigt. Er lernt zu gewinnen, und seine Macht über andere wächst. Doch Richard ist das nicht genug. Er überzeugt Jonathan, dass sie ihre geheimnisvollen Kräfte nicht nur gegen jene richten sollen, die einst Jonathan gedemütigt haben, sondern gegen alle, die versuchen, sich ihrer immer enger werdenden Freundschaft in den Weg zu stellen. Ein tödliches Spiel nimmt seinen Lauf ..."

Wie ich auf "Die Alchemie der Unsterblichkeit" von Kerstin Pflieger gestoßen bin, weiß ich gar nicht mehr so genau. Es war jedenfalls bei Amazon und ich fand, dass sich die Kurzbeschreibung sehr interessant anhörte:
"Wenn Sie lebend ankommen wollen, tun Sie was ich sage

Den jungen Gelehrten Icherios Ceihn packt die Angst. Niemals zuvor ist er durch diese finsteren Lande gefahren, noch nie hat er ein Irrlicht gesehen. Es ist das Jahr 1771 und Icherios auf dem Weg in den tiefsten Schwarzwald, um eine brutale Mordserie aufzuklären. Im Dorf erwartet ihn schon eine seltsame Ansammlung aus Vampiren, Werwölfen und Menschen, die alles andere als friedfertig ist. Und ein Mord folgt auf den nächsten ..."

Wie man sieht: Mein SuB will einfach nicht kleiner werden. Es gibt zu viele Bücher, die gelesen werden müssen. ;)



Mittwoch, 2. April 2014

Stephen King - Schwarz (Der Dunkle Turm 1)


"Er war etwas wie aus einem Märchen oder einem Mythos, der Letzte seiner Art in einer Welt, die die letzte Seite ihres Buches schrieb."

Ich wollte mal wieder etwas episches lesen. Eine Reihe, die mich fesselt und in ihren Bann zieht. Eine Reihe, die man gar nicht wieder aus den Händen legen mag. Ich hörte und las einiges über Stephen Kings Reihe "Der Dunkle Turm", konnte mir aber nicht viel darunter vorstellen. Bei Amazon fand ich auch geteilte Meinungen. Trotzdem bestellte ich mir zunächst den ersten Teil der Reihe, Steven Kings "Schwarz".

"Der Mann in Schwarz floh durch die Wüste, und der Revolvermann folgte ihm." ist der Auftakt dieser Reihe und des ersten Bandes. Stephen King beschreibt diesen Satz als den besten, den sein künstlerisches Schaffen je hervorgebracht hat. 
Damit wären wir auch beim Inhalt dieses Buches, der grob mit diesem Satz zusammen gefasst wäre.

Als Leser ist man mit diesem Buch und dieser erschaffenen Sci-Fi-, Western-, Fantasy-, Horror-Welt vielleicht etwas überfordert und fühlt sich gar allein gelassen darin. "Um was geht es hier eigentlich", "Was ist das für eine Welt?" und "Was ist hier eigentlich passiert?" waren unter anderem die Fragen, die mich beim Lesen fast quälten. Es werden viele Informationen, die man nicht zuordnen kann eingeworfen und viele, die wichtig wären, um das Große und Ganze zu verstehen, dem Leser vorenthalten. Trotz allem hat mich die Geschichte gefesselt. 
Während des Lesens begleitet man den Revolvermann auf seiner Reise durch die Wüste, mit dem Ziel, den Mann in Schwarz einzuholen und zu treffen. Dabei geschehen allerlei Dinge und es werden auch viele Dinge gesagt, die einem nicht wirklich etwas sagen. Der Roman wirkt oftmals wie ein düsterer Traum, oder ein ein einziger Drogentrip, umso erstaunter war ich, als der Revolvermann an einer Stelle wirklich Drogen nimmt, um mit dem Orakel in Kontakt zu treten, denn manchmal hatte ich das Gefühl, die Personen in diesem Roman oder der Roman an sich sind doch schon unendlich berauscht! Auch ich fühlte mich bei und nach dem Lesen wie auf einem kafkaesken LSD-Trip: Ich träumte von dem Buch, ich sah die Bilder in wachem Zustand vor mir, ich hatte das Gefühl, von diesem Buch ging ein Zauber aus.

Das, was einem beim Lesen hält, sind wohl all die nicht vorhandenen Informationen, die man sucht, um die Geschichte zu verstehen. Langsam und Stück für Stück, kommt man dahinter oder zumindest denkt man, dass man dahinter kommt. 
Ich bin sehr fasziniert davon, wie Stephen King es schafft, den Leser (also mich) zu fesseln und zu berauschen, obwohl er einen mit dem großen Unbekannten konfrontiert lässt. Ich habe mir bereits den zweiten Band der Reihe, der sich "Drei" nennt, bestellt und kann es kaum abwarten, ihn zu lesen. Werden dann meine Fragen beantwortet? Fragen wie: "Was war mit der Welt, bevor sie so war, wie sie jetzt ist?", "Was sind die Motive des Revolvermannes?", "Was sind die Motive des Mannes in Schwarz?", "Warum ist dieses geschehen und warum jenes?"

Inspiriert wurde King von einem Gedicht, "Childe Roland To The Dark Tower Came" und von allen möglichen Motiven und Stoffen der Weltliteratur. 
Teilweise wirkt das Buch ziemlich esoterisch und mystisch angehaucht, was ich persönlich aber sehr interessant finde.

"Schwarz" war mein erster Stephen King. Umso gespannter war ich auf seinen Stil und seine Art zu Schreiben und dazu muss ich sagen: Die erste Hälfte des Buches ist mir stilistisch komisch aufgefallen. King benutzt seltsame Vergleiche und Metaphern, die sich beim Lesen ganz seltsam anfühlten. So gestelzt und gewollt und auch irgendwie unpassend. Das nimmt jedoch zum Glück ab. Aber ich habe gelesen, dass King in seiner frühen Schaffensphase stilistisch noch etwas holpriger schrieb und "Schwarz" ist eines seiner ersten Werke. 
Auch die Dialoge wirken teilweise eigenartig. Ich hatte manchmal das Gefühl, als reden die Personen aneinander vorbei und gehen gar nicht auf das Gesagte ein.
Ich denke und hoffe aber, dass sich das ab dem zweiten Band, der einige Jahre später erschien, bessert.

Ich bin ch schon sehr gespannt auf den zweiten Teil dieses Epos!

Fazit: Ungewöhnliches, anderes Genre-Mix-Epos, das tausend Fragen aufwirft und trotzdem von Anfang bis Ende fesselt. 
4 Sterne!